Die Geschichte der Jugendfeuerwehr

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[Auszug aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläumsfest 1997]

Im Dezember 1971 legte, der damalige Wehrführer Werner Blasius, der Feuerwehr sein Konzept zum Fortbestand durch Jugendnachwuchs vor. Damit war der Weg für die Gründung der Jugendfeuerwehr, die am 1. Januar 1972 erfolgte, frei. Im Frühjahr 1972 trafen sich folgende 14 Jugendliche zur 1. Übung unter der Leitung des 1. Jugendwartes Klaus Keller und der Anwesenheit des Gründers und Wehrführers Werner Blasius am (in den Jahren 1970 - 1971 in Eigenleistung erbauten) neuen Gerätehaus ein:

Ralf Blasius, Herbert Blasius, Michael Kungel, Bernd Lauterbach, Siegfried Lerch, Jürgen Mareth, Karl-Dieter Mutz, Dirk Schramm, Walter Muchel, Ulrich Staffa, Fredy Wagner, Thilo Wagner, Harry Schramm, Frank Gerlach.

Nachfolger von Klaus Keller als Jugendwart wurde 1974 Fritz Henrich mit seinem Stellvertreter Hans Lendle. Beide führten die Jugendfeuerwehr mit großem Einsatz auch bis in das Jubiläumsjahr der Freiw. Feuerwehr 1975. Im Herbst 1975 übernahm Helmut Köpper die Ausbildung der Jugendlichen, welche er mit großem Engagement und Erfolg bis in das Jahr 1982 leitete.

Von 1983 an, wurde die Jugendwehr von drei früheren Mitgliedern der Jugendabteilung, Reiner Muchel, Rüdiger Blasius und Ortwin Lauterbach, übernommen. Sie verstanden es, bis Ende des Jahres 1986 mit den Jugendlichen entsprechend umzugehen und konnten ihnen das notwendige Fachwissen vermitteln. 1987 übernahm Ulrich Staffa, der auch stellv. Wehrführer war, als Jugendwart die Jugendfeuerwehr. Seine beiden Stellvertreter waren Uwe Schütz und Matthias Muchel. Sie hatten gleich zu Beginn eine große Aufgabe zu bewältigen. Das 15-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr mußte organisiert werden. Man feierte schließlich das Jubiläum in Verbindung mit der Ausrichtung der alle zwei Jahre stattfindenden "Jugendfeuerwehr-Wettkämpfen", bei denen man den eigenen Ausbildungsstand mit dem der anderen Jugendlichen messen konnte.

Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde allen bis dato früheren Jugendwarten gedacht und man bedankte sich mit einem Geschenk für die geleistete Arbeit. Dem großem Engagement dieser Jugendleiter ist es zu verdanken, daß zum ersten Mal seit Bestehen der Jugendfeuerwehr Niederquembach die drei Jugendlichen, Marco Kühnl, Henning Löw und Michael Mai, gemeinsam mit anderen Schöffengrunder Kameraden 1989 mit der "Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr" ausgezeichnet wurden. Erwähnenswert ist auch, daß sich zu dieser Zeit zum ersten Mal Mädchen für die Ausbildung im Jugendfeuerwehrdienst interessierten. Seine vielfältige Arbeit als stellv. Wehrführer zwang Ulrich Staffa, die Leitung der Jugendfeuerwehr in die Hände von Uwe Schütz und dessen Stellvertreter Matthias Muchel zu legen. Die engagierte Arbeit der beiden wurde bis Ende des Jahres 1991 fortgeführt.

Im Laufe des Jahres 1992 kam der Übungsbetrieb durch nachlassendens Interesse der Jugendlichen kurzfristig zum Erliegen und mußte im Jahre 1993 vorerst ganz eingestellt werden. Ein Grund für diese Maßnahme war auch, daß seitens der aktiven Feuerwehr kein Interesse zur Übernahme des Amtes "Jugendfeuerwart", bestand. Dieses prangerte auch der Wehrführer des Jahres 1993, Ulrich Staffa, der das Amt von Karl-Heinz Wagner übernahm, mehrmals in seinen Reden an.

Im Laufe des Jahres 1993 erklärten sich Rainer Zimmermann und Jens Henrich bereit, einen neuen Anfang mit der Jugendfeuerwehr zu wagen. So kam es schließlich im März 1994 zur Ausrichtung eines "Schnupper- Tages" am Feuerwehrgerätehaus. Unter dem Beisein von Bürgermeister, Ortsbrandmeister, Ortsjugendwart und dem neuen Wehrführer Günther Kühnl, gaben die beiden Jugendwarte einen Einblick in die Arbeit und Aufgaben der Feuerwehr. Diese Veranstaltung fand unter den Jugendlichen ein so großes Interesse, daß am Ende 22 Mädchen und Jungen den Beitritt zur Jugendfeuerwehr erklärten und fortan großen Einsatzwillen zeigten. Seit 1995 wird die Jugendfeuerwehr von Jens Henrich und seinem Stellvertreter Fredy Schütz geleitet, ihrem aufopferungsvollen Arbeiten und der Investition eines großen Teiles ihrer Freizeit ist es zu verdanken, daß bis zum heutigen Tag, folgende 15 Mädchen und Jungen mit Engagement und Bereitschaft zur Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr bereit sind:

Carolin Beisner, Benjamin Heinrichs, Radek Koziovski, Sascha Mohr, Elisabeth Paal, Daniel Rosenkranz, Diana Rosenkranz, Jan Rosenkranz, Nicole Schneider, Marc Zimmermann, Sven Zimmermann, Stefanie Hennig, Timo Wagner, Yvonne Zimmermann

Als besondere Aktivtäten der Jugendfeuerwehr sind folgende Punkte zu erwähnen: - Durchführung des traditionellen Grenzgangs am 27. Dezember eines jeden Jahres - Durchführung von Sammlungen wie für das Blindenhilfswerk oder die Jugendsammeiwoche - Überprüfung der Feuerlöscher - Einsammeln von Weihnachtsbäumen - Veranstaltung von Zeltlagern mit eigenen Zelten der Jugendwehr

Bis in das Jubiläumsjahr hinein stellt die Jugendfeuerwehr eine feste Größe zur Ausbildung im Feuerwehrdiest, zum Schutze der Allgemeinheit in unserer Heimat, dar. Es sollte jedermann die Jugendfeuerwehr unterstützen, denn gerade in der heutigen Zeit beweist es sich wieder, daß die Förderung des Nachwuchses im Feuerwehrdienst, zur menschlichen Gemeinschaft, gegenseitiger Hilfe - die vielleicht jeder einmal in Anspruch nehmen muß - , beiträgt.

Auch für die Jugendfeuerwehr gilt unser Wahlspruch:

    Einer für alle, alle für einen
    Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.